Nun ist es offiziell: Die letzten sieben “Blocks” von 16 Millionen Webadressen wurden dem Asiatisch-Pazifischen Raum zugewiesen. Und obwohl immer noch 112 Millionen Adressen verfügbar sind, werden diese nicht ewig reichen, insbesondere durch die steigende Nachfrage von internetfähigen Geräten die ihre eigene IP Adresse benötigen, wie z. B. dem IPad.

Der neue IPv6 Standard stellt ungefähr 1x1019 Adressen pro Person zur Verfügung. Diese Zahl, 10 Quintillion, ist die annähernde Anzahl von lebenden Insekten, die gegenwärtig auf der Erde leben – genug Adressen um nicht in Panik zu verfallen.

Wenngleich der Sprung zu IPv6 unvermeidbar ist, haben viele Firmen noch nicht jetzt mit dem Übergang begonnen. Mit dem Wechsel zum IPv6 Standard gehen viele Änderungen einher. Neben neuen Geräten und zusätzlichem personellen Aufwand, würde es mich nicht wundern, wenn wir künftig einen kleinen Schwarzmarkt für IPv4 Adressen erleben würden, wenn diese zunehmend knapper werden. Die Preise für Web Adressen werden auf jeden Fall stetig steigen – und wir wissen bislang nicht, ob die im Zuge des Wechsels neu angeschaffte Hardware nicht noch teurer wird. Wenn sie es wird, werden viele Unternehmen erst mal weiter auf IPv4 setzen. Desto länger die Service Provider an den IPv4 Adressen festhalten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein konkurrierender Markt um IPv4 Adressen entwickelt, in dessen Folge die Preisschraube weiter angezogen wird.

Das IPv4 und IPv6 Thema wird weiterhin ein wichtiges Thema auf der Tagesordnung bleiben. Organisationen und Individuen sollten in jedem Fall frühzeitig daran denken, den Wechsel zum IPv6 Standard einzuleiten, um höheren Kosten aus dem Weg zu gehen.