Synthesis steht hier bei F5 schon seit dem Launch im letzten Jahr ganz oben auf der Agenda und im Zuge des MWC haben wir die nächste Etappe eingeläutet.

Immer wieder kommt die Frage auf, wie sich die Synthesis Architektur zu SDN (Software-Defined Networking) verhält. Wahrscheinlich erinnern Sie sich daran, dass SDN unvermeidlich geworden war, da die IT die Servicegeschwindigkeit im Netzwerk erhöhen musste, um der Entwicklung (Agilität) und dem Betrieb (DevOps) zu entsprechen. Das „Netzwerk“ hatte bis zur Einführung von SDN kein Äquivalent dazu.

Ein Manko blieb: SDN beantwortet nicht die Servicegeschwindigkeit auf den Layern 4-7, also den Applikations-Schichten, wo Load Balancing, Beschleunigungs-, Zugangs- und Identitätsservices passieren. Das hat vor allem technische Gründe, da sich das Netzwerk gabelt und SDN nicht Zugriff auf alle Ebenen hat. Im Prinzip gibt es im Netzwerk ja mit den Layern 2-3 für Switching und Routing und den Layern 4-7 als Services Fabric eigentlich zwei Netzwerke. Darüber hinaus steht Administratoren neben physischen Lösungen auch die Option der Virtualisierung zur Verfügung.

Eine Möglichkeit, die Layer für Applikationen in die SDN-Architektur mit einzubeziehen, ist Service Chaining. Diese Option funktioniert auch recht gut, wenn es darum geht, den Datenpfad hin zu den Application Services zu verlängern, sie löst aber nicht die operativen Herausforderungen, deren Lösung jedoch ausschlaggebend für eine Geschwindigkeitserhöhung ist. Jedoch ist genau dieser Teil – der Einsatz, die Bereitstellung, das Monitoring sowie das Management – für die Erhöhung der Geschwindigkeit entscheidend. Service Chaining konzentriert sich lediglich darauf, dass Applikationsdaten den richtigen Weg von und zu Application Services finden, es geht also eher um den Prozess, nicht um den Betrieb.

SDN reicht also nicht aus, um die Geschwindigkeit im gesamten Rechenzentrum zu verbessern. Und genau an dieser Stelle (also bei den Layern 4-7) kommt F5 Synthesis ins Spiel. Wir ersetzen SDN nicht. Wir bieten auch keine alternative Architektur. Synthesis ist vollständig komplementär zu SDN und arbeitet sogar mit vielen Architekturen, die oftmals unter „SDN“ geführt werden, sowie mit traditionellen Modellen zusammen.

 

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F5 möchte Datenwegelemente einführen, die das Application-Protokoll aufnehmen (BIG-IP, LineRate, etc.) und die programmierten Regeln ausführen, die von einer zentralen Kontrollebene aus gepusht werden (BIG-IQ), also ein Modell mit zentralisierter Kontrolle und dezentraler Ausführung. Das hört sich kompliziert an, vereinfacht aber die Verwaltung im Netzwerk enorm. Schließlich ist das Ergebnis der Verbindung beider Technologien eine umfassende, dynamische, software-definierte Architektur für das Rechenzentrum, die Geschwindigkeitsherausforderungen im gesamten Netzwerk (also Layer 2-7) löst.

SDN automatisiert und orchestriert das Netzwerk und überführt die richtigen Daten in das Synthesis Hochleistungs-Modell, das dann macht, was es am besten kann: Die Application Services einsetzen, die entscheidend dazu beitragen, dass Apps schnell, sicher und zuverlässig ausgeführt werden können. Zu Service Chaining kommen Orchestrierungsintegration (zum Beispiel mit VMwares NSX) sowie Netzwerkintegration (wie beim gemeinsamen Projekt von F5, Arista und VMware) dazu.

Wir integrieren mit führenden SDN-Architekturen und Partnern wie Cisco/Insieme, VMware, HP, Arista, Dell und Big Switch. Wir sind bei allen relevanten Organisationen zur Standardisierung dabei, um weitere Wege zu finden, das Netzwerk und Application Services in SDN-Architekturen zu integrieren.

 

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SDN bestätigt, an was wir bei F5 immer geglaubt haben: Netzwerke müssen dynamisch, Services erweiterbar und programmierbar, und alle Layer so beweglich sein wie das Geschäft, das sie unterstützen..