Das Aktualisieren von Passwörtern liegt 2016 voll im Trend

Das erste Halbjahr 2016 liegt hinter uns. Zeit, einen Blick auf die Technologie-Trends zu werfen, die sich bis dato abzeichnen.

Sicherheitsverstöße: Wegen der anhaltenden Flut unerlaubter Zugriffe sind viele Datenbanken halb leer, während die Diebe halb voll mit unseren persönlichen Daten sind. Laut dem Identity Theft Resource Center (ITRC) gab es 2016 bisher 522 Sicherheitsverstöße, durch die die Geheimhaltung von fast 13.000.000 Datensätzen verletzt wurde. Gesundheitsdienstleister sind besonders häufig betroffen, da unsere medizinischen Daten mehr und mehr zu einer wahren Goldgrube gestohlener Informationen werden. Was nicht wirklich überraschend ist, denn der Markt für sogenannte Health Care Wearables wird in den kommenden Jahren regelrecht explodieren. Viele dieser Wearables werden unsere Gesundheitsdaten an die Gesundheitsdienstleister übertragen. Außerdem wurde eine Reihe sehr bekannter Namen in den Medien verrissen: IRS, Snapchat, Wendy’s und LinkedIn. Und der beste Ratschlag, den wir bekommen haben? Verwenden Sie nie dasselbe Passwort für mehrere Seiten. Passwörter zu aktualisieren, liegt 2016 voll im Trend.

Cloud Computing: Laut IDC ist der Sektor Public Cloud IaaS auf dem besten Weg, bis 2020 eine Umsatzverdreifachung zu erreichen: von $ 12,6 Milliarden im Jahr 2015 auf $ 43,6 Milliarden im Jahr 2020. Der Markt für Public Cloud IaaS ist 2015 um 51 % gewachsen. Dieses Wachstum wird sich nach 2017 jedoch leicht verlangsamen, weil der Neuigkeitswert allmählich verblasst und Unternehmen dazu übergehen, sich auf Cloud-Optimierung zu konzentrieren, anstatt lediglich das Terrain zu sondieren. IDC hat außerdem festgestellt, dass vier von fünf IT-Organisationen bis 2018 auf Hybrid-Infrastrukturen setzen werden. Zwar ist Hybrid das New Normal, wir sollten aber dennoch nicht vergessen, dass auch eine Cloud nichts anderes ist als ein Rechenzentrum. Für Cloud-Dienste ist das Glas mehr als halb voll, und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Einhaltung des ISO-Standards in der Cloud immer wichtiger wird.

DNS: Ich habe es schon einmal gesagt und ich wiederhole es gerne: DNS ist einer der wichtigsten Bestandteile eines funktionierenden Internets. Trotzdem stellt es Organisationen vor einmalige Herausforderungen. Vor kurzem hat Infoblox seinen Sicherheitsbericht für das erste Quartal 2016 veröffentlicht und prompt festgestellt: “Im ersten Quartal 2016 wurden 519 Dateien, die DNS-Verkehr erfasst haben, von 235 Kunden und Interessenten für eine Sicherheitsbeurteilung durch Infoblox hochgeladen. Die Ergebnisse: 83 % aller hochgeladenen Dateien enthielten Nachweise für verdächtige Aktivitäten (429 Dateien).“ Die einzelnen Gefährdungen werden aufgelistet, von Botnets über Protokoll-Anomalien hin zu Zeus und DDoS. Eine Verwundbarkeit aus dem Jahr 2014, Heartbleed, tritt immer noch in 11 % der Fälle auf. DevOps mischt sogar im Geschäft mit DNS mit. Und was halb volle Gläser anbelangt: VeriSign hat zwei Patente angemeldet, die die Verwendung verschiedener DNS-Komponenten für das Management von IoT-Geräten beschreiben. Das eine bezieht sich auf Systeme und Methoden, um mithilfe von DNS-Diensten Eigentümerstatus und Delegierung von IoT-Geräten zu errichten. Das andere bezieht sich auf Systeme und Methoden, um mithilfe von DNS-Prozessen IoT-Geräte zu registrieren, zu verwalten und mit ihnen zu kommunizieren. Suchen Sie diesen smarten halbvollen Becher…und geben Sie dazu einen Namen ein!

IoT: Was kann ich sagen? Der Kelch quillt über. Wearables werden voraussichtlich bis 2020 nahezu 215 Millionen Stücklieferungen zu verzeichnen haben, davon 102 Millionen allein dieses Jahr. Ich halte diese Zahl noch für konservativ, da smarte Brillen, Armbanduhren und Kleidung zunehmend die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf sich ziehen. Dann gibt es da noch das gesamte Gebiet industrieller Lösungen wie intelligente Traktoren, HLK-Systeme und andere Sensoren, die mit intelligenten Büros, Fabriken und Städten verbunden sind. Tatsächlich gehören Energieversorger zu den größten Investoren in IoT-Technologien und werden, gemessen an Ausgaben für IoT-Produkte und IoT-Dienste, die drittgrößte Branche bilden. Weltweit wurden laut dem IDC Energy Insights/Ericsson-Bericht bereits über $ 69 Milliarden dafür ausgegeben. Und dabei haben wir noch nicht einmal über all die intelligenten Anwendungen, Roboter und Mediengeräte gesprochen, die unser Zuhause erobern. Bereiten Sie sich auf Big-Data-Regulierungen vor, je mehr unserer persönlichen (und körperlichen) Daten in die Cloud geschoben werden. Und wir reden hier von einer Menge Daten.

Mobilfunk: Wir sind mobil, unsere Geräte sind mobil, und die Anwendungen, auf die wir zugreifen, sind mobil. Mobilität, in all ihren Variationen, bietet für Unternehmen große Möglichkeiten und stellt sie zugleich vor große Probleme. Und es wird nur noch schlimmer werden, wenn wir anfangen, unsere vernetzte Kleidung am Arbeitsplatz zu tragen. Der digitale Dresscode ist aufgetaucht. Jetzt, da die Entwicklung von 5G voranschreitet, ist das Glas für den Mobilfunkbereich mit Sicherheit halb voll und wird sich nicht so bald leeren.

Natürlich bietet F5 Lösungen für viele dieser Herausforderungen an, egal, ob ihr Glas überläuft oder Sie auf dem Trockenen sitzen. Unsere Sicherheitslösungen, einschließlich Silverline, können Sie vor böswilligen Angriffen schützen; egal, welche Cloud Sie verwenden – Private, Public oder Hybrid – mit unseren Cloud-Lösungen behalten Sie in jeder Umgebung die Kontrolle; BIG-IP DNS, vor allem DNS Express, kann das massiv angestiegene Volumen der Namensabfragen bewältigen, der durch die Vernetzung von immer mehr „Dingen“ entsteht; und da wir gerade von Dingen sprechen: Ihr Data Center muss über genug Agilität verfügen, um all die Namen zu verarbeiten, die Zugriffsberechtigung verlangen; und probieren Sie mal aus, wie TCP Fast Open Ihre mobilen Kommunikationen optimieren kann.

Das habe ich bis jetzt gefunden, und ich bin sicher, dass die zweite Jahreshälfte 2016 noch mehr Staunenswertes, Fragen und Wunder für uns bereithält. Es gibt da diese alte Vorstellung, dass man ein Optimist ist, wenn man ein halb volles Glas sieht, und ein Pessimist, wenn man ein halb leeres Glas sieht. Ich denke, man muss sich ansehen, in welchem Zustand das Glas selbst war, bevor die Frage gestellt wurde. War es leer und wurde halb aufgefüllt, oder war es voll und wurde geleert? Da haben Sie Ihre Antwort!