Software-Defined-Networks, kurz SDN, nennt sich die Vernetzung der Infrastruktur in der Cloud. Doch als SDN aufkam, stellten sich viele Fragen. Ist SDN gleich ADN? Wo liegt der Unterschied? Ergänzen sich beide Architekturen oder konkurrieren sie gar miteinander? Wird ADN durch SDN überflüssig?

Die abstrakte Definition der ONF (Open Networking Fundation) macht die Sache auch nicht eindeutiger. Diese nennt drei Kerneigenschaften von SDN:

1. Entkoppelte Steuerungs- und Datenebenen

2. Intelligenz und Status sind logisch zusammengefasst

3. Die zugrunde liegende Netzwerkinfrastruktur ist von Anwendungen abstrahiert

Diese drei Eigenschaften entsprechen seit geraumer Zeit aber auch den Kerneigenschaften von ADN. Es ist somit keine Überraschung, dass viel Aufregung herrschte, als SDN mit dem Versprechen, den Fokus auf die Abstrahierung des Netzwerk-Layers zu legen, groß war, denn darauf konzentriert sich auch ADN. In den letzten Monaten kamen für ADN immer neue Definitionen auf, von „Application Delivery“, so wie wir es nennen, bis hin zu „Application Defined“ Networking.

Doch was haben SDN und ADN tatsächlich gemeinsam?

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ADN-Lösungen werden an strategischen Punkten im Netzwerk angesetzt, wo sie Anwendungen kontrollieren und verwalten. SDN hingegen konzentriert sich auf den Netzverkehr, also auf die einzelnen Elemente der Netzwerk-Infrastruktur. Der Netzverkehr setzt sich aus verschiedenen Paketen zusammen, je mehr hiervon geliefert werden, desto höher sind die Netzwerk-Layer-Funktionen, wie Load-Zugriffskontrollen.

Letztlich wird es auf eine Verbindung der beiden Technologien zulaufen. Die Integration hat auch schon begonnen und wurde auf Messen und Veranstaltungen vorgestellt. Der Unterschied von ADN und SDN liegt in deren Aufgaben: ADN konzentriert sich darauf, Anwendungen zu liefern, wohingegen SDN dafür verantwortlich ist, Pakete zu bewegen. Beide Technologien zusammen können im Tandem arbeiten, um die Komplexität der Verwaltung von Netzwerken und der Organisation von Anwendungen innerhalb des gesamten Netzwerkes zu bewältigen.