Waren dass noch Zeiten, als man seinen PC an die individuellen Bedürfnisse angepasst und in Eigenregie zusammengestellt hat. Welche Grafikarte ist auch in einem Jahr noch aktuell, wie viel Arbeitsspeicher benötigen die aktuellsten Programme und reicht ein 17 Zoll Monitor? Diese Fragen galt es im Vorfeld zu klären um die neueste Anschaffung auch nach mehreren Monaten noch guten Gewissens vorzeigen zu können.
Wie uns Google dieser Tage allerdings zeigt, geht der momentane Trend in eine ganz andere Richtung. Ob man das Chromebook nun als Notebook oder Netbook bezeichnet, liegt ganz im Auge des Betrachters. Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass es einen neuen Ansatz verfolgt, bei dem nicht die Rechenpower und Hardwarekomponente im Mittelpunkt stehen. Rechenintensive Anwendungen sind darauf ebenso wenig zu finden wie ein CD-ROM Laufwerk oder eine Festplatte. Programme werden Cloud-basiert zur Verfügung gestellt und online abgerufen. Das Betriebssystem Chrome OS ermöglicht zwar eine offline Nutzung von Google Mail, Google Docs und anderen Angeboten, grundsätzlich ist das Chromebook aber darauf ausgelegt permanent online zu sein, da Anwendungen als Web-Applikation zur Verfügung stehen. Die Installation von Software und dadurch bedingte Aktualisierungen entfallen gänzlich.
Da alle Daten in der Cloud gespeichert werden, müssen sich Nutzer keine Gedanken über Datenverlust machen, zumal die ersten Geräte von Samsung und Acer besonders sicher gegen Viren und Malware sein sollen. Demgegenüber gibt es allerdings auch kritische Stimmen gegen das Chromebook, die in dem Internet in seiner heutigen Form ein Auslaufmodell sehen.
Nun ist es nicht meine Intention auf dieser Plattform einen Produkttest oder eine Bewertung durchzuführen. Vielmehr möchte ich das Prinzip, mit dem das Gerät arbeitet in den Vordergrund stellen. Letztendlich stellt es aus unternehmerischer Sicht einen konsequenten Schritt dar, nicht mehr nur einzelne Anwendungen in die Cloud zu transferieren, sondern im Prinzip ein ganzes System. Die Nutzerperspektive gestaltet sich allerdings ein wenig diffiziler. Schließlich erfordert ein rein auf der Cloud basiertes System zunächst ein Umdenken beim User, welches nicht von heute auf morgen erfolgt. Das Chromebook könnte bei diesem Prozess eine wichtige Rolle spielen, vereint es doch die Vorzüge der Cloud mit denen eines Netbooks. Aber auch F5 kann in diesem Prozess eine gewichtige Rolle spielen, gewährleisten wir doch die Hochverfügbarkeit, den reibungslosen Datentransfer und natürlich die Sicherheit und damit das Vertrauen in cloudbasierte Anwendungen – so wie wir es bereits bei denjenigen PCs gemacht haben, die eher hardwarefokussiert daher kamen.